RE<>ORIENTATION

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Re<>Orientation

Ein seltener Mix zweier musikalischer Welten, RE/orientation präsentiert die einzigartige Musik von Amelia Cuni (Dhrupad Sängerin), in einen modernen Rahmen gesetzt von dem minimalistisch – experimentellen Musiker Werner Durand. Tradition und Avantgarde werden hier miteinander konfrontiert und schaffen einen stimulierenden Kontext für eine neue Interpretationen deren Beziehung zueinander.
Amelia Cuni’s Gesang kommt aus dem reichen Erbe des Dhrupad, der ältesten Form der klassischen nordindischen Musik. Sie benutzt raga-s ( und indische Vokaltechniken in einer individuellen Art, wobei sie ihre italienischen Wurzeln und die Erfahrungen der zahlreichen Zusammenarbeiten mit international bekannten Musikern miteinbringt. Ihre Stimme ist kraftvoll, gleichzeitig aber auch besänftigend, bewegend und hypnotisierend. Ihr Gesang wird in der nationalen Presse Indiens und Europas hoch gelobt.
Werner Durand hat sich seine eigenen selbstgebauten Blasinstrumente aus verschiedesten Materialien dazu vorgestellt, mit verschiedenen Mundstücken gespielt, zirkulierendes Atmen und digitale Verzögerungen benutzend. Er hat seinen eigenen Stil und eigene Spieltechniken entwickelt, die an verschiedene Weltmusiktraditionen erinnern könnten, obwohl sie das Ergebnis persönlichen Experementierens von vielen Jahren sind. Sein minimalistischer Anspruch interagiert passend mit Amelia’s musikalischem, indischen Hintergrund. Das Programm dieses Duo Konzertes ist auf den CD’s ASHTAYAMA – Songs of Hours (Amiata Rec, Florence, 2000) und Drumming Breath (Syntorama-NO-CD, S.Sebastian, 2000) anzuhören.

Werner Durand spielt seine eigene Musik für Saxophon, Altklarinette und selbstgebaute Blasinstrumente. Er studierte bei Ariel Kalma in Paris, indische klassische Musik in Indien und Berlin (bei Kamalesh Maitra) und Iranische Flöte bei Ali Reza Asgharia. In den frühen 80ger Jahren begann er Blasinstrumente aus Plexiglas und PVC zu bauen. Er ist Mitglied des Orchesters of Excited Strings and Winds, des amerikanischen Komponisten Arnold Dreyblatt. Seine aktuellen Projekte sind RE/Orientation mit der Dhrupad – Sängerin Amelia Cuni und die Gruppe Armchair Traveller mit Sebastian Hilken (Cello und Perkussion), Hella v. Ploetz (Glassharfe) und Silvia Ocougne ( akkustische Gitarre). Werner Durand hat schon mit vielen Komponisten und Musikern zusammengearbeitet unter anderem mit David Behrman, Samm Bennett, Fast Forward, Davis Moss, Fatima Miranda, Henning Christiansen, Dominique Regef, Paci Daló, Luigi Cinque als auch dem visual / sound artists Michaela Kölmel, Viktor Mertens und Andreas Oldörp. 1989 bekam er ein Stipendium der Stadt Berlin, für die Cité des Arts, in Paris. Er war eingespannt in die Organisation von Festivals der traditionellen wie der Avantgarde Musik in Berlin, wie z.B. “Urbane und Aborginale”, “Pipeline” und “USArts”. Er tritt weltweit auf und beteiligt sich an Theater, Tanz und Radio – Features. Zur Zeit ist er an vielen CD Produktionen und Musicalprojekten beteiligt. Ohne Zweifel kommt Durand’s Musik aus der minimalistischen Tradition, aber über die Jahre hat sich sein ganz eigener Stil entwickelt. Inspiriert durch verschiedene Arten traditioneller Musik und Instrumente, hat er aus der Reflektion begonnen seine eigenen Instrumente und seine eigene Musik zu entwickeln. Eine Variation von Materialien und Spieltechniken befähigt ihn unübliche Sounds zu schaffen, und mit Hilfe digitaler Verzögerungen kann er gestalterisch reiche und rhythmische Stücke schaffen. Diese können an traditionelle Musik aus dem afrikanischen oder pazifischen Raum erinnern, hören sich aber gleichzeitig experimentell oder sogar (post) – industriell an.

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