Amelia Cuni

Amelia Cuni studierte klassische Musik und Tanz nach dem traditionellen System mündlicher Überlieferung bei berühmten Meistern im Norden Indiens.

1978 begann sie mit Khyal Gesang und Tabla in New Delhi. 1980 wechselte sie zur ITC Sangeet Research Acamdemy in Calcutta, wo sie den Meister des Dhrupad Gesangs, Ud. R. Fahimuddin Dagar traf, bei dem sie privat Stimmbildung nahm. Mehrere Jahre lang wurde sie von Pt. Dilip Chandra Vedi in Delhi und Pt. Vidur Mallik in Vrindavan musikalisch unterwiesen. Dort war sie auch in die Aktivitäten der Dhrupad Schule in Sri Caitanya Prem Sansthan einbezogen. 1983 begann Amelia, Kathak Tanz zu lernen. Diese Tanzform stammt aus dem selben kulturellen Millieu wie der Dhrupad Gesang. 10 Jahre lang studierte sie diesen Tanz unter der Anleitung von Smt. Manjushri Chatterjee, einem Schüler von Shanbhu Maharaj, in Delhi. Die Grundausbildung im Pakhawaj Trommeln erhielt sie von Meister Rahja Chattrapati Singh.

Die indische Regierung zeichnete sie 4 Jahre lang (1982 – 86) mit Stipendien aus. Sie verbrachte mehr als 15 Jahre in Indien und tritt seit 1987 in Indien und Europa auf. 1992 zog sie nach Berlin um.

Derzeit beschäftigt sie sich ebenso mit der Bewahrung und Pflege der Dhrupad Musik wie mit der Integration und dem Ausbau verschiedener künstlerischer Traditionen und neuen Tendenzen.

1999 wurde Amelia Cuni zusammen mit Werner Durand (experimentelle Musik) eingeladen, sich als feste Künstlerin im Kunstzentrum Podewil in Berlin niederzulassen.

Amelia hat schon zahlreiche Konzerte an wichtigen Spielstätten in Indien und Europa gegeben, wie z.B.: Dhrupad Festival (Vrindavan und Varanasi), Dadar Matunga Music Circle, Nehru Centre (Bombay), India International Centre (New Delhi), Music Academy (Madras). WOMAD (Barbican Centre, London), Parampara und Tarang Festival (Haus der Kulturen der Welt, Berlin), Chard Festival of Women in Music (U.K.), Festival of Women Composers between Asia and Europe (München), Intl. Symposium Teaching Music of the World (Basel), Alte Oper (Frankfurt), Maison de l´Inde (Paris), Gasteig (München) Giogio Cini Foundation (Venedig) und vielen anderen.

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