Jürg Wickihalder

Als „geradezu irrwitziger Tausendsassa der aktuellen europäischen Szene“ („Unerhört“ Jazzfestival 2010/D.U./Zürich) hat sich Jürg Wickihalder in den letzten Jahren einen klingenden Namen im In- und Ausland erspielt. Sei es als Saxophonist in konventionellen Jazzbands oder etwa als Komponist schräger Märchenstunden gelingt es ihm stets, der Musik seinen eigenen Stempel aufzudrücken.

Seit längerem tritt Jürg Wickihalder einerseits im Duo mit Irène Schweizer oder seinen beiden international besetzten Quartetten auf, andererseits ist er auch erfolgreich mit Solokonzerten, so etwa an der Berliner Jazzjamboree 2010. Dabei stehen Eigenkompositionen, die freie Improvisation, aber auch Kompositionen aus dem „Great American Songbook“ im Mittelpunkt.

Wickihalders Soloprogramm „Voices“ beinhaltet in erster Linie Eigenkompositionen und Kompositionen von Steve Lacy und Thelonious Monk. Wickihalder, welcher selbst bei Lacy studiert hat, destilliert in seinem Spiel die Eigenheiten der Kompositionen aufs Wesentliche, nimmt deren Gesetzmäßigkeiten auf und improvisiert damit auf äußerst verspielte und leichtfüßige Art und Weise. Wickihalder zelebriert die Kunst des Solospiels immer wieder in seiner Konzerttätigkeit, so spielte er etwa an der European Jazz Jamboree Berlin 2009 zwei Solokonzerte im Gedenken an Steve Lacy.

Jürg Wickihalder lebt als Saxophonist (ss./ts.) und Komponist in Zürich. Jazzschule Luzern 1989-92, Berklee College of Music 1992-95. Unter­richt/Zusammenarbeit mit Steve Lacy, Joe Viola, George Garzone, Urs Leimgruber, Irène Schweizer, Pierre Favre, Hans Koch, Ulrich Gumpert u.a. Leiter des „Jürg Wickihalder Overseas Quartet“ (CD „Furioso“, Intakt 153), des Jürg Wickihalder European Quartet (CD „Jump“, Intakt 194), des 14-köpfigen „Jürg Wickihalder Orchestra“ (CD „Narziss und Echo“, Intakt 209), Duo mit dem Pianisten Chris Wiesendanger (CD „A Feeling For Someone“, Intakt 134). Mitglied des „Ulrich Gumpert Quartett“ und der Zürcher Grossformation „Omri Ziegele Billiger Bauer“.

Gewinner zahlreicher Kompositions- und Solistenpreise u.a. Solistenwerkjahr der Dienemann Stiftung, Aufnahme in die Dean’s List des Berklee College of Music, 18th Annual Student Award der US-Musikzeitschrift „Down Beat“, Kompositions-Werkbeiträge der Kantone Glarus und Zürich. Zahlreiche Publikationen und Konzerttourneen. Offizieller Selmer Paris Artist.

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