Amelia Cuni – dhrupad singing
Terry Riley – keyboards
and Sounds Bazaar:
Tatty Theo – baroque cello
Francis Silkstone – sitar, been-surbahar, baroque violin
Bhavani Shankar – mridangam
Diese Komposition wurde vom Norfolk und Norwich Festival in Auftrag gegeben und speziell für die Dhrupad Sängerin Amelia Cuni und Francis Silkstones Ensemble Sounds Bazaar geschrieben. Sie wurde auch auf dem Festival “Rainbow over Bath” und dem “Oxford Contemporary Music Festival” aufgeführt. Es handelt sich um eine fünfteilige Suite, von verschiedenen indischen Musikstilen inspiriert. Terry Rileys lange Erfahrung mit Khyal Gesang und sein Wissen um die indischen Musiktraditionen sind hier genauso integriert wie sein von Jazz und “American New Music” geprägtes Keyboardspiel oder seine eigenen Stücke für Streichinstrumente. Dies alles wird zu einer neuen und “erhebenden Erfahrung”. In WHAT THE RIVER SAID sind hindustanische und englische Texte mit indischen Tarana – und Jazzelementen verwoben. Es scheint so, als würde so ein kraftvoller Fluss entstehen, der die Charaktere der Länder und Menschen entlang seines Weges aufzeigt. Die ganze Zeit behält er jedoch seine eigene Identität bei. Die komponierten Teile wechseln sich zu Zeiten mit improvisierten Sektionen ab, unterstützt durch im Hintergrund laufende Tracks. Hier interagieren Amelia’s Dhrupad – Stimme und Terry’s Khyal Gesang frei mit Sitar, Surbahar, Violine, Cello und Mridangam.
Terry Riley ist einer der einflussreichsten Komponisten des späten 20. Jahrhunderts, oft als der “Gründungsvater des Minimalismus” neben La Monte Young gefeiert. Minimalismus ist einer der am meisten um sich greifenden Trends der westlichen Musik seit 1945. “In C” (1964) wird allgemein als ein Wendepunkt angesehen, dem die Arbeit von Steve Reich, Philipp Glass und John Adams vorangegangen ist. Terry Riley’s 60er Jahre Kult – Alben “Rainbow in curved air” und “Poppy Nogood” hatten eine starke Auswirkung auf die populäre Musik. Er war einer der wenigen Komponisten, die auf der Liste der Sunday Times als einer der “Tausend Macher des zwanzigsten Jarhunderts” gelistet wurde. Seit 1970 hat er viel seiner Energie in das Training der traditionellen indischen Musik bei dem Khyal – Sänger “the late Pandit Pran Nah”gesetzt. Er ist mittlerweile die führende Figur, wenn es darum geht indische Musik mit zeitgenössischer westlicher Musik zu verbinden. Seit 1984 spielt er bei Auftritten hauptsächlich auf dem Piano. Mitte der 60er begann er Stücke für Keyboard zu “formulieren und komponieren”. Für das Kronos Quartett hat er neun Quartette für Streichinstrumente geschrieben, ein Keyboard Quintett und ein Konzert für Streicherquartett mit Orchester. Er hat für zahlreiche Ensembles neuer Musik Stücke geschrieben, so z.B. für das Rova Saxophon Quartett, ARRAYMUSIC, Zeitgeist, Stephen Scott’s Bowed Piano Ensemble, The Californian EAR Unit, für den Gittarristen David Tannenbaum, The Abel – Sternberg -Winant Trio, den Pianisten Werner Baertschi und das Amati String Quartett.
Francis Silkstone studierte an der Yorker Universität. Er begann 1974 in Dartington bei Allistair Dick das Sitar – Studium. Danach studierte er bei Ustad Imrat Khan, davon drei Jahre als Stipendent des englischen Reiches in Indien. Ein Jahr lang studierte er Dhrupad – Gesang bei Rahim Fahimuddin Dagar. Auf der Surbahar ist er Autodidakt. Seine Doktorarbeit bekam er für seine Arbeit mit der klassischen Thai – Fidel. Seit seiner Arbeit als musikalischer Berater bei Attenborough’s Film “Gandhi” und bei Granada’s “The Jewel in the Crown” in den frühen Achtzigern, hat er viel seiner Energie der Gruppe Sounds Bazaar gewidmet, die er auch leitet. Er hat fünf CD’s für De Wolfe Ltd. aufgenommen. Unter seinen Kompositionen ist ein Musiktheaterstück für Sounds Bazaar von 1995 mit dem Namen “Layla und Majnun”. Er hat für viele Künstler Alben produziert, unter anderem für Amelia Cuni. Er arbeitet zeitweise auch als Dozent am King Alfred’s University College in Winchester.
Tatty Theo studierte Musik am Queens College, Oxford, und führte ihre Studien als Aufbaustudium am Royal College of Music bei Anthony Pleeth und Jennifer Ward Clarke fort. Dort erhielt sie ihren akademischen Grad als ARCM und MMu. Tatty Theo hat bereits viele Preise gewonnen, so z.B. den ersten Preis des 1995 stattfindenden “Century Fund Early Music” Wettbewerbes, ebenso erhielt sie das NOSWAD Stipendium für ihre weiterführenden Studien. Sie spielte bereits mit zahlreichen Ensembles zusammen und ist bei vielen Konzerten und auf vielen Festivals die im Fernsehn und Radio übertragen wurden aufgetreten. Zur Zeit arbeitet sie an unveröffentlichten Werken von Händel. Sie ist die Gründerin und die Leiterin der “Brook Street Band”, dem mit Preisen ausgezeichnete Instrumentalensemble, welches auf die Musik von Händel und seinen europäischen Zeitgenossen spezialisiert ist.
Bhavani Shankar, in eine Familie von Künstlern hineingeboren, wurde ab seinem fünften Lebensjahr sorgfältig und methodisch von seinen Gurus M. Vasudeva Rao und Padmashri Umayalpuram K. Sivaraman erzogen. Bhavani ging zuerst nach England um im Bharatiya Vidya Bhavan in London aufzutreten und zu unterrichten. Er ist stolz auf seinen Status als einer der Besten englischen Pekussionisten zu gelten. Er nutzt diesen Status, um die südindische Mridangam genauso bekannt zu machen wie die nordindische Tabla, um sein Repertoire zu erweitern und mehr Flexibilität zu bekomen. Sein Ziel ist traditionelle Formen weiterzutragen,er schätzt jedoch ebenso das “Herumexperimentieren” mit westlichen Musikern. Er arbeitete mit Massive Attack an einem Album, das ein weltweites Publikum auf MTV und BBC erreichte, und sehr gut angenommen wurde. Er ist Mitgründer von SAMUDRA, mit dem Ziel indische Musik und indischen Tanz durch die Zusammen-führung mit westlicher Musik bekannter zu machen. Kürzliche Touren waren u.a. Emotions, Jugalbandhi, Asian Mafia und Sitar Funk. Er nahm an dem Jazz Tatto Project im “Southbank Centre Rhythm Sticks ’99 festiva” teil. Sein letztes Album, DRUMS OF SOUTH INDIA wird bald veröffenlicht.
