Nach einer kreativen Schaffenspause meldet sich Der Rote Bereich mit neuer CD und neuem Programm zurück. Im November 2010 ist eine Tournee in Planung, auf der Der Rote Bereich in alter Frische zu erleben ist.
Der Rote Bereich wurde 1992 in Nürnberg von Frank Möbus (Gitarre) und Rudi Mahall (Bassklarinette) ins Leben gerufen und kann auf eine fast 20 jährige Bandgeschichte zurückblicken. Seit vielen Jahren leben die Musiker in Berlin und gelten als die Begründer der neuen Berliner Avantgarde. In den letzten Jahren wurde der vorherige Schlagzeuger John Schröder durch Oliver Bernd Steidle (Schlagzeug) ersetzt, der sich als kongenialer Triopartner erwiesen hat. Musikalisch hat sich das Trio dem Modern und improvisierten Jazz verschrieben.
Den arttypischen Bass sucht man in dieser Formation vergebens. Dafür finden sich originelle Kompositionen und Arrangements, sowie eine große Individualität der Ausführenden mit neuen Ideen und einem fast anarchischen Humor bei der Umsetzung.
Die Presselandschaft feiert den Roten Bereich als ‘wichtigste Vertreter des deutschen Avantgarde-Jazz’. Das Jazzpodium schreibt über den Roten Bereich: “In ganz Deutschland gibt es kaum eine vergleichbar vielschichtige, erstaunlich simple, erfrischend selbstironische und zu jeder Sekunde interessante Musik.” Mit ihrer ausgesprochen individuellen Handschrift geht der Rote Bereich auf jeden Fall als bunt funkelnde Ausnahmeerscheinung am europäischen Jazzhimmel durch.
Frank Möbus studierte in den späten 80iger Jahren an der Berklee School of Music in Boston. Er arbeitet(e) als sideman mit Ray Anderson, Louis Sclavis, Marc Helias, Maria Joao, Herb Robertson, Chris Speed, Han Bennink u.v.a. und ist festes Mitglied von Carlos Bicas ‘Azul’, Erdmann 3000, “AROMA”, Yuri Honing „Wired Paradise“, Rainer Tempel „Tempelektrisch“ und dem Paul van Kemenade 5tett.
Er ist seit 2003 Professor f. Elektrische Gitarre und Improvisation an der Hochschule f. Musik „Franz Liszt“ in Weimar und lehrt seit 2006 auch an der Hochschule Luzern / CH.
In den letzten 5 Jahren war er auch regelmäßig als Produzent tätig.
Rudi Mahall ist vielen aus seinen Projekten mit Aki Takase, Alex von Schlippenbach, Die Enttäuschung und vielen weiteren Berliner Bandprojekten bekannt. Er studierte klassische Klarinette, setzte sich aber parallel intensiv mit zeitgenössischer Musik und freier Improvisation auseinander.
Der Rote Bereich hat mittlerweile auf vielen großen und renommierten Jazzfestivals gespielt und ist ein Life Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Den mitreißenden Charakter ihrer Live-Performances hört man auf ihrem Album “Live In Montreux”, welches bei Act Music erschienen ist.
Im März 2006 erhalten Der Rote Bereich als erste Band den Neuen Deutschen Jazzpreis.
english
“The three players from DER ROTE BEREICH (THE RED ZONE) should undeniably be counted among those who have furthered and enhanced Berlin´s jazz eminence”, says music critic Michael Rosenberg about the band. This band layed the base of the new Avantgarde Jazz scene made in Germany and is undeniable still one of the most interesting.
Founded in 1992 DER ROTE BEREICH has gone through various changes. Originally with Möbus, Mahall and Jim Black, they played at some of the most important jazz festivals such as Bell Atlantic Jazz festival in New York, Jazzfest Berlin, Amsterdam Jazz Festival in Holland, Jazz D`Or, Reims Jazzfestival, North Sea Jazz Festival, Montreux and Triennale Köln and toured Africa and India for the Goethe-Institut . They have been praised as one of the most exciting jazz formations of Germany.
In 2002 Bernd Steidle succeeded John Schröder who had played drums and percussion in a second formation, following Jim Black. Steidle is considered one of Germany´s greatest talents and has contributed to further to the trio´s success.
The name DER ROTE BEREICH has a historical reference: Back in the nineties it became colloquial, particularly in Berlin, to answer the question “how are you” not with just “fine” but with “everything´s in the green zone”. Thus “The Red Zone” points to an opposite meaning rather unfavourable or unsuccessful, referring to the beginning stages of the formation when things went sometimes not quite smoothly.
